Blut im Harn Graz: Sicher erkennen und richtig handeln
Was ist eine Mikrohämaturie?
Von einer Mikrohämaturie spricht man, wenn sich rote Blutkörperchen im Harn befinden, die mit freiem Auge nicht sichtbar sind. Die Blutbeimengung wird meist zufällig bei einer Harnuntersuchung mittels Teststreifen oder Mikroskopie entdeckt. Im Gegensatz zur Makrohämaturie ist der Urin dabei nicht rot verfärbt.
Die Mikrohämaturie ist keine eigenständige Erkrankung, sondern ein Symptom mit unterschiedlichen möglichen Ursachen. Sie kann harmlos und vorübergehend sein, aber auch auf ernsthafte Erkrankungen der Harnwege hinweisen. Daher sollte eine wiederholt nachweisbare Mikrohämaturie immer urologisch abgeklärt werden.
Ursachen einer Mikrohämaturie
- Harnwegsinfektionen
- Nieren- oder Harnleitersteine
- Entzündungen der Harnblase oder Niere
- Gutartige Prostatavergrößerung
- Körperliche Überbelastung oder intensiver Sport
- Medikamente wie Blutverdünner
- Erkrankungen der Nierenkörperchen
- Tumore der Harnblase, Niere oder Harnleiter
Besonders bei schmerzloser Hämaturie muss immer auch an urologische Tumorerkrankungen gedacht werden. Führende Urologen wie Univ.-Prof. Dr. Richard Zigeuner aus Graz weisen darauf hin, dass eine Blutbeimengung im Harn solange als potenziell ernst zu betrachten ist, bis eine eindeutige Ursache gefunden wurde.

Wann sollte eine Mikrohämaturie untersucht werden?
Warnzeichen sind insbesondere:
- Wiederholt positiver Harnbefund
- Schmerzen beim Wasserlassen
- Häufiger Harndrang
- Flankenschmerzen
- Sichtbares Blut im Harn
- Raucheranamnese
- Alter über 40 Jahre
- Familiäre Belastung mit Tumorerkrankungen
Diagnostik bei Mikrohämaturie
- Harnuntersuchung
- Ultraschall der Harnwege
- Blasenspiegelung (Zystoskopie)
- CT oder MRT der Harnwege
Ist Mikrohämaturie gefährlich?
In vielen Fällen steckt eine gutartige Ursache dahinter. Trotzdem darf eine Mikrohämaturie nicht ignoriert werden. Gerade frühe Tumorerkrankungen verursachen oft lange Zeit keine Schmerzen und fallen zunächst nur durch Blut im Harn auf.
Behandlung der Mikrohämaturie
Die Therapie richtet sich nach der Ursache und umfasst unter anderem Antibiotika bei Infekten, die Behandlung von Harnsteinen, Therapie von Prostataerkrankungen oder operative Verfahren bei Tumorerkrankungen.
Wann sollten Sie sofort handeln


FAQ
Kann Sport eine Mikrohämaturie verursachen?
Ja. Intensive körperliche Belastung kann vorübergehend zu Blut im Harn führen.
Ist Mikrohämaturie immer ein Zeichen für Krebs?
Nein. Häufig liegen harmlose Ursachen vor. Dennoch sollte eine Abklärung erfolgen.
Wann sollte ich zum Urologen?
Bei wiederholt positivem Harnbefund, sichtbarem Blut im Harn oder zusätzlichen Beschwerden.

